Das weiße Dinner-Jacket

Der Begriff „Dinner-Jacket“ ist eigentlich irreführend, bezeichnet er doch ein offizielles weißes Abendjackett, das nicht nur zum Dinner getragen wird. Die Regel ist einfach: In geschlossenen Räumen trägt man Smoking, unter freiem Himmel, z. B. auf Seereisen, Sommerfesten oder auf Gartenpartys, das weiße Dinner-Jacket.

Das weiße Dinner-Jacket im Atelier von Austro-Hungarian-Style

Das weiße Dinner-Jacket im Atelier von Austro-Hungarian-Style, Stoff: Holland&Sherry aus London

Die Farbe der Jacke ist nicht rein weiß, sondern genau gesagt ecrú oder eierschaleMaterialen sind leichte Wollstoffe, Baumwolle oder Leinen. Das Sakko hat keine Schlitze und ist mit Paspeltaschen ausgestattet.

Ein Dinner-Jacket kann einen Schalkragen (einreihig oder zweireihig) oder steigendes Revers (einreihig oder zweireihig) haben. Die klassiche Version ist natürlich ein Schalkragen, da das Dinner-Jacket als etwas weniger formelle Variante für „black tie“ gilt. Wenn sich jemand für ein Dinner-Jacket mit steigenden Revers (einreihig) entscheidet, empfehlen wir eine Weste dazu, natürlich nur dort, wo es das Klima erlaubt. Als Alternative zu einer Weste kann ein Kummerbund mit gleicher Farbe und aus demselben Material wie die Schleife getragen werden, aber auch ein Kummerbund kann an einem heißen Sommerabend etwas unangenehm sein.

Die Variationen des Dinner-Jackets

Die Variationen des Dinner-Jackets

Zum Dinner-Jacket trägt man eine Smokinghoseschwarz oder mitternachtsblau, dazu ein weißes Smokinghemd aus Baumwolle. Die Manschettenknöpfe sind immer „edelmetall“, das heißt gold, silber oder platin. Als Schuhe passen Lackschuhe oder ein schlichter Schwarzer, z.B ein Oxford-Schuh.

Literaturverzeichnis

Crompton, Simon: Die guten Dinge maßgeschneidert. München 2016.

Feyerabend F.V, Ghosh F.: Shapes and Style of Fashion. Formen und Stile der Mode. 3. Auflage, München 2011.

Gilewska, Teresa: Schnittkonstruktion in der Mode. Herrenkleidung. Zuschneiden und zusammennähen. München 2014.

Hopkins, John: Menswear/Herrenmode. Berlin 2011.

Roetzel, Bernhard: Gentleman Look Book. Postdam 2017.

Roetzel, Bernhard: Der Gentleman. Das Standardwerk der klassischen Herrenmode. Rheinbreitbach 2019.

Sprenger, Ruth: Die hohe Kunst der Herrenkleidermacher. Wien 1960.

Starlay, Katharina: Der Stilcoach für Männer. Erfolgreich unterwegs in Job und Freizeit. 2. Auflage, Frankfurt am Main 2017.

Schüch-Schamburek, Irmie: Dresscode Man. Der Style Guide für den perfekten Auftritt. Wien 2010.

Bilder

Eigene Bilder

Hut-Etikette

Der Hut kehrt wieder in die Herrenmode zurück und die Herrschaften tragen ihren Hut immer öfter und immer selbstbewusster auf der Straße. Hier gibt es nur ein Problem, nämlich kennt sich niemand in Hut-Etikette aus. 
Cutaway und black lounge-suit (Stresemann) in einem Magazin

Stresemann (Bonner Anzug)

Der Bonner Anzug oder Stresemann ist ein kleiner Gesellschaftsanzug für den Tag. Er kann den Cutaway ersetzen, hat aber weniger offiziellen Charakter. Für Empfänge, Konferenzen, Trauungen, Begräbnisse, Taufe oder Firmung,offizielle Anlässe in der Politik und in der Diplomatie ist der Stresemann immer die richtige Wahl.
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Edward VII. - Prince of Wales Porträtbild

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Der Begriff "das weiße Dinner-Jacket" ist eigentlich irreführend, bezeichnet er doch ein offizielles weißes Abendjackett, das nicht nur zum Dinner getragen wird.
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Smoking – Wie trägt man einen Smoking?

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Cutaway, Weste und Stresemannhose Stoff: Holland&Sherry aus London

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White tieAustro-Hungarian-Style

Frack – König der Herrenkleidung

Man bezeichnet den Frack als "Großer Gesellschaftsanzug" Im Dresscode genau hießt es white tie oder anders genannt cravate blanche.