Der Cutaway - der große Gesellschaftsanzug des Tages

Aktualisiert: 13. Nov.

Der Cutaway - oder Cut ist ein formelles Kleidungsstück für Herren, das sich aus dem Gehrock entwickelte und in seiner jetztigen Form um 1900 in England entstand. Der Begriff "Cutaway" leitet sich von den abgeschnittenen Ecken des Gehrocks ab.

Der Cut ist der festliche Morgenanzug entsprechend dem westlichen Protokoll. Der englische Name "morning coat" weist darauf hin, wann er getragen wird: am Tag. Er wird zu feierlichen Anlässen am Vormittag und jedenfalls nicht nach 18 Uhr getragen. Abends wird der Cut durch den Frack oder den Smoking ersetzt.


Als festlichster Tagesanzug wird er zu Hochzeiten, Beisetzungen oder Staatsempfängen getragen. Der Cut war ursprünglich eine bürgerliche Kleidung wie auch der Frack, doch heute wird er auf dem europäischen Kontinent insbesondere bei Hochzeiten des Adels oder des Großbürgertums getragen.


Die Tragevarianten sind international unterschiedlich. In Deutschland werden das dunkelgraue Sakko, eine silbergraue Weste und die gestreifte Stresemannhose mit einem weißen Hemd kombieniert. International wird das Jackett häufig aus schwarzem Stoff angefertigt und die Westen sind farbig. Besonders in England wird zum Cut ein blaues Hemd (normalerweise Kentkragen) mit einem weißen Kragen kombiniert.


Die Krawatte zum Cutaway ist silbergrau, bei Trauerfeiern ist die Krawatte jedoch schwarz. Ein Plastron kann ebenfalls getragen werden. Zum Cut trägt man glatte schwarze Schuhe getragen auf dem Kopf einen schwarzen oder silbergrauen Zylinder!


Keinenfalls passt jedoch eine Schleife, ein Gürtel oder Kummerbund zum Cut!



 



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